
Andrei Krioukov – Einwegrealismus

Über die Veranstaltung
Kunst für die Ewigkeit
Andrei Krioukovs künstlerisches Konzept des „Einwegrealismus“ rückt vermeintlich wertlose Gebrauchsgegenstände ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Mit nahezu fotografischer Genauigkeit porträtiert er die banal anmutenden „Highlights” unserer Konsumgesellschaft. Ausgangspunkt seiner Werke ist häufig das Modell einer plattgedrückten Getränkedose, aus dem er auf höchstem malerischen Niveau ein gemaltes Abbild entwickelt. So wird aus einem Wegwerfprodukt ein individuelles Porträt. Charakteristisch für Krioukovs Arbeiten ist neben der illusionistischen Tiefenwirkung die präzise Verbindung von Bild und Schrift. Als ausgebildeter Maler und Grafiker nutzt er typografische Elemente nicht nur als Gestaltungsmittel, sondern als inhaltliche Ebene. Dadurch lenken seine Werke den Blick auf Details, die im Alltag meist unbeachtet bleiben. Sie eröffnen Momente der Entschleunigung in einer schnelllebigen Zeit und laden zugleich dazu ein, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren.
Zum Künstler
Andrei Krioukov (*1959 in Moskau, RUS) absolvierte sein Studium an der Moskauer Kunstfachschule mit dem Schwerpunkt Malerei und Lehramt Kunst. Anschließend studierte er Malerei und Grafik an der Staatli-chen Kunsthochschule Moskau, wo er 1987 sein Diplom als Grafiker erlangte. Seit 2001 lebt und arbeitet Andrei Krioukov als selbständiger Kunstdozent und Maler in Deutschland. Im Jahr 2003 gründete er die Schule für Bildende Kunst und Gestaltung (Berlin), deren Direktor und Dozent er bis heute ist. Krioukovs Arbeiten wurden in nationalen wie internationalen Ausstellungen präsentiert und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen u.a. in den USA, den Niederlanden, Spanien und Griechenland.
Ausstellungseröffnung unter Anwesenheit des Künstlers am 05.03.2026, 19:00 Uhr, in der Stadtgalerie im Stadtmuseum Deggendorf.
Laufzeit der Ausstellung: 06.03.-07.06.2026
Eintritt: 2 €, erm. 1 €
Wir danken der Oskar-Hacker-Stiftung für die großzügige Unterstützung.
